Meldung vom 24.02.2025 - ein Interview mit Charly Reisinger!
Es soll und darf niemand benachteiligt werden, sobald er aus der sogenannten Norm fällt. Als Rollstuhlfahrer sieht man dieses Thema aus einer anderen Sicht, als gesunde Menschen, da man selbst betroffen ist. Und so kann ich auch behaupten, dass nicht überall die Inklusion so weit vorangeschritten ist wie gewünscht. Aus eigener Erfahrung ist die Inklusion z. B: bei Urlaubsreisen noch sehr ausbaufähig.
Meine Familie (allen voran meine Ehefrau) und ich mussten auch erst mit der Situation klarkommen, dass man nicht „normal“ ist und man mit enormen Einschränkungen leben muss, aber wir haben es akzeptiert und versuchen weiterhin das Beste daraus zu machen. Ich versuche auch meine bisherigen Erfahrungen mit anderen zu teilen um es allen einfacher zu machen; drum werde ich auch erneut versuchen, bei der nächsten Kommunalwahl in den Stadtrat der Stadt Plattling einzuziehen um als Behindertenbeauftragten noch mehr zu bewegen.
Als gutes Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung der Inklusion möchte ich unseren Fanclub „Insider FCB Plattling e.V.“ nennen; nicht nur da ich als 1. Vorsitzender im Rollstuhl sitze, sondern wir betreiben auch aktive Inklusion bei einigen Mitgliedern. Ein großes Anliegen ist es ebenfalls für unseren Verein, dass wir auch benachteiligte Mitmenschen an unseren Veranstaltungen teilhaben lassen, so werden bei Ausflügen, Fanfahrten usw. falls möglich auch Bewohner der Lebenshilfe eingeladen und mitgenommen.
Und die Freude und vor allem der Dank, den die Bewohner uns dann entgegenbringen ist ehrlich und nicht zu beschreiben.
Durch die junge aber sehr gute Zusammenarbeit mit der PSAG können und wollen wir auch als Fanclub in Zukunft als gutes Beispiel für eine funktionierende Inklusion auftreten.
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Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft DEG