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Herzenssache und Neuanfang: PSAG-Gremium stellt „Mobile Retter“ vor und will Versorgungslücken angehen

Meldung vom 08.10.2025 Spannender Vortrag und Danksagung

Am Mittwochnachmittag, den 1. Oktober 2025, trafen sich 22 Mitglieder des PSAG-Gremiums im Gesundheitsamt, um wichtige Weichen für die regionale psychosoziale Versorgung zu stellen. Die Sitzung stand im Zeichen eines personellen Wechsels und der Präsentation eines lebensrettenden Projekts: den "Mobilen Rettern".

Blitzschnelle Hilfe: Mobile Retter als Lebensretter
 

Ein Höhepunkt der Sitzung war die Vorstellung des Projekts "Mobile Retter" durch den Geschäftsstellenleiter GR+. Seit Mai 2025 ergänzen qualifizierte und registrierte Ersthelfer in den Kreisen Deggendorf (DEG) und Straubing (SR) den Rettungsdienst. Über eine spezielle App werden die 448 aktiven Retter bei einem Notruf geortet und alarmiert, falls sie sich in der Nähe eines Herz-Kreislauf-Stillstands befinden.

Die Notwendigkeit des Projekts ist alarmierend: Jährlich erleiden ca. 120.000 Menschen in Deutschland einen Herzstillstand, doch nur 11% überleben. Der Grund: Die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt pro Minute um 10%. Die "Mobilen Retter" sind durchschnittlich in nur vier Minuten vor Ort und können durch sofortige Reanimation die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken – ein kritischer Faktor, der Leben rettet.

Das bereits in 41 Kreisen etablierte System, das in den Kreisen DEG und SR über 271.000 Einwohner abdeckt, wird hauptsächlich durch die Landkreise sowie Sponsoren wie Sparkasse, Lionsclub und ERL finanziert. Geplant ist eine künftige Ausweitung des Einsatzgebietes, etwa auf Katastrophenfälle wie Fluten.


 

Versorgungsnetz soll dichter werden
 

Im weiteren Verlauf der Sitzung identifizierten die Teilnehmer in Kleingruppenarbeit akute Lücken in der psychosozialen Versorgung. Das Gremium sah dringenden Bedarf an einer stationären Einrichtung für psychisch Kranke, psychiatrischer Versorgung, einer verbesserten Nachsorge, Streetworkern und Tagesstrukturen für Suchtkranke. Auch die Themen Inklusion und Suizidprävention wurden als zentrale Herausforderungen benannt.

Um diese Lücken zu schließen, sollen künftig weitere Akteure in das Gremium aufgenommen werden.

Abschließend stellte Herr Zitzelsberger einen Entwurf zur Bedarfserhebung Obdachlosigkeit im Landkreis Deggendorf zur Abstimmung. Mit einer klaren Mehrheit von 14 Zustimmungen (bei einer Ablehnung und drei Enthaltungen) wurde der Weg für die Untersuchung geebnet.

Zu Beginn der Sitzung hatte das Gremium zudem die langjährige Geschäftsführerin von Protek e.V. und das PSAG-Vorstandsmitglied, Frau Ulrike Schrettenbrunner, mit Dank für ihr Engagement verabschiedet und die neue Geschäftsleiterin von Protek e.V., Frau Eva Krempl , einstimmig als neues Mitglied begrüßt.

Die PSAG Deggendorf ist weiterhin auf der Suche nach einem neuen Vorstandsmitglied, bei Interesse gerne melden!

Kategorien: News

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