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„waagnis“ - Beratungsstelle zu Essstörungen

Meldung vom 31.01.2023 Erste Anlaufstelle für hilfesuchende Jugendliche und ihre Angehörigen

Logo - waagnis

Manche Menschen haben bereits bei dem kleinsten Bissen ein schlechtes Gewissen und haben Angst, zuzunehmen. Andere können mit dem Essen nur schwer wieder aufhören. Oder ein Abführmittel ist bereits fester Bestandteil der Mahlzeit geworden. Wieder andere versuchen zwanghaft, durch übertriebenes Training und strengste Diätpläne den perfekten muskelstrotzenden Körper zu erschaffen.

Die Beratungsstelle „waagnis“ bietet bei Essstörungen Hilfe für Jugendliche und deren Angehörige. Sie wird von dem gleichnamigen gemeinnützigen Verein betrieben, der bereits seit 2009 auf diesem Gebiet tätig ist. Ursprünglich richtete sich das Angebot vor allem an Erwachsene. In letzter Zeit hat allerdings der Bedarf an Beratungen bei Jugendlichen deutlich zugenommen. Dank der Unterstützung durch einige Stiftungen konnten zwischenzeitlich die Beratungskapazitäten an die erhöhte Nachfrage angepasst werden. Da diese Förderung ab März 2023 entfällt, können leider nur noch Jugendliche aus den Landkreisen beraten werden, deren Jugendämter sich an der Finanzierung beteiligen.

Die Beratung findet seit März 2022 einmal wöchentlich in Straubing statt. Es ist aber auch möglich, die Gespräche telefonisch oder per Videochat zu führen.

Das Angebot wurde im letzten Jahr überwiegend von weiblichen Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren oder deren Angehörigen genutzt. Viele der Betroffenen nahmen anschließend eine Ernährungsberatung oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch.

Genau hierin liegt eine der wesentlichen Funktionen der Beratungsstellen. Sie verschaffen einen Überblick über die verfügbaren Hilfsangebote, und geben individuelle Empfehlungen. Zudem ist es möglich, einen Erfahrungsaustausch mit ehemals Betroffenen zu vermitteln.

Die Essstörungen können verschiedene Ursachen haben. So sind vielleicht eine unentdeckte körperliche Erkrankung oder psychische Belastungen ausschlaggebend. Deshalb kooperiert die Beratungsstelle besonders eng mit unterschiedlichen Experten wie Ärzte/-innen und Kinder bzw. Jugendpsychiater/-innen.

Um Menschen mit Essstörungen optimal helfen zu können, braucht es ein Netzwerk aller in diesem Bereich tätigen Fachleuten, Einrichtungen und Gruppen sowie einen aktiven Erfahrungsaustausch. Hierzu lädt das alljährliche Vernetzungstreffen in Regensburg ein.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Beratungsstelle besteht in der Prävention. Neben der Arbeit mit und in Schulklassen zählen auch ein Angebot von Workshops für Jugendliche sowie Vorträge für Angehörige dazu. Die Themen sind vielfältig und umfassen Informationen zu Krankheitsbildern, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, Essverhalten aber auch Selbstwertgefühl, Schönheitsideale und Umgang mit Gefühlen.

Die Beratungsstellen sind, lange bevor ernsthafte gesundheitliche Schäden auftreten, Anlaufstelle für Hilfesuchende.

Kategorien: News

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