Meldung vom 21.05.2026 Die Schulpsychologin Frau Sporkert referierte.
Wie wirken sich digitale Medien auf unsere Kleinsten aus und ab wann wird der Konsum gefährlich? Mit diesen hochaktuellen Fragen befasste sich der PSAG-Arbeitskreis „Gesunde Eltern – gesunde Kinder“ bei seinem jüngsten Treffen am 13. Mai 2026 in der Außenstelle des Landratsamtes Deggendorf.
Die Arbeitskreissprecherin Frau Emerdinger begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, während Herr Zitzelsberger die Anwesenden herzlich in den Räumlichkeiten willkommen hieß. Im Zentrum der Veranstaltung stand ein tiefgründiger Einblick in die Thematik Autismus und Mediennutzung, präsentiert von Referentin Frau Sporkert. Demnach sei für die gesunde Entwicklung von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern das Halten von direktem Blickkontakt essenziell. Fällt dieser durch die Ablenkung von Bildschirmen weg, kann dies die frühkindliche Entwicklung spürbar beeinträchtigen. Bereits zwei Stunden Medienkonsum am Tag haben erhebliche negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit im Kindesalter. Computer und Smartphones bewegen sich permanent im Spannungsfeld zwischen einem notwendigen Arbeitsmittel auf der einen Seite und einem riskanten Suchtfaktor sowie passivem Zeitvertreib auf der anderen Seite, so die Schulpsychologin. Im Fokus des Vortrags standen insbesondere die psychosozialen Auswirkungen einer zu frühen und übermäßigen Mediennutzung im Säuglings- und Kleinkindalter. Dabei wurde auch beleuchtet, inwiefern hoher Medienkonsum zu Symptomentwicklungen führen kann, die dem Autismus-Spektrum ähneln.
In der anschließenden Diskussion waren sich alle Fachleute einig: Der Schlüssel zu einer gesunden Entwicklung liegt in der gezielten Elternarbeit. Um eine kontinuierliche Reflexion des Medienkonsums in den Familien zu erreichen, muss direkt bei den Eltern angesetzt werden.
Kategorien: News
Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft DEG