Meldung vom 12.08.2026 Niederbayerische AIDS-Beratungsstelle unter neuer Trägerschaft der gfi eröffnet
Nach der bedauerlichen Schließung der langjährigen HIV-Beratungsstelle der Diakonie ist die kontinuierliche psychosoziale und präventive Versorgung im Bereich HIV/AIDS in der Region wieder gesichert. Unter der neuen Trägerschaft der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH wurde die neu aufgestellte niederschwellige Anlaufstelle für Niederbayern offiziell im PSAG Gremium von Luisa Reißland vorgestellt.
Mit dem Neustart unter dem Dach der gfi wird das Versorgungsangebot personell solide aufgestellt: Zwei Vollzeitstellen sichern künftig die professionelle Beratung und fachliche Begleitung von Betroffenen, Angehörigen sowie Ratsuchenden. Das Leistungsspektrum ist dabei breit gefächert und flexibel gestaltet. Die Einzelfallberatung erfolgt individuell und bedarfsgerecht – sei es im vertraulichen persönlichen Gespräch vor Ort, digital via Online-Beratung oder telefonisch.
Über die individuelle Fachberatung hinaus deckt die Einrichtung ein umfangreiches Spektrum präventiver und gemeinwesenorientierter Arbeit ab. Neben gezielter Aufklärungsarbeit an Schulen und Einrichtungen sowie aktiver Streetwork-Arbeit im öffentlichen Raum setzt die gfi verstärkt auf offene Begegnungs- und Schutzräume. Formate wie ein Begegnungscafé bieten Raum für Austausch und Entstigmatisierung, während ein „Safer Spot“ als geschützter Anlaufpunkt für vulnerable Zielgruppen dient.
Für die Zukunft ist zudem die Erweiterung des Leistungsportfolios um direkte Schnelltestangebote auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) geplant. Ein entsprechendes Angebot befindet sich derzeit in Vorbereitung, ist allerdings aus versicherungsrechtlichen Gründen im aktuellen Rahmen noch nicht unmittelbar umsetzbar.
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Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft DEG